Spendenaktion für „Lebendige Hoffnung e.V.“

Anfang März 2022 entstand an unserer Evangelischen Grundschule die Idee, das Projekt „Lebendige Hoffnung e.V.“ zu unterstützen. Die Leiterin Frau Borisuk war gerade mit weiteren Betreuungspersonen sowie über 20 Kindern und Jugendlichen aus der Hafenstadt Odessa in der kriegsgeprägten Ukraine nach Hermannsdorf im Erzgebirge geflüchtet. Schnell stand für Frau Borisuk fest, dass sie ihren geflüchteten Schützlingen genau dieselbe Gemeinschaft und Hilfe, die sie in den letzten 20 Jahren gemeinsam mit ihrem Mann in Odessa aufgebaut hatte, auch im Erzgebirge ermöglichen möchte. So bezogen der Großteil der Gemeinschaft das Pfarrhaus in Hermannsdorf und konnte sich über regelmäßige Sachspenden aus der Region freuen. Zusätzlich organisierte Frau Borisuk für die Kinder und Jugendlichen Unterricht an der Evangelischen Schulgemeinschaft Annaberg-Buchholz. Der Fokus sollte von Anfang an auf das Erlernen der deutschen Sprache gelegt werden.

Nachdem unsere Evangelische Grundschule in Frankenberg im März 2022 einen Aufruf zum Spenden gestartet hatte, konnten wir uns über eine stattliche Geldsumme (über 3000 Euro) freuen. Zunächst ging es für uns vor allem darum, den Kindern und Jugendlichen einen leichteren Start beim Lernen sowie eine gute Ausstattung für den neuen Schulalltag zu ermöglichen. Hierfür wurden Sporttaschen und Trinkflaschen für alle organisiert. Hinzu kamen außerdem noch bilinguale Bücher, die den Lernenden das Lesen und Übersetzen von der ukrainischen zur deutschen Sprache erleichtern sollten. Am 29. März 2022 fand dann die Übergabe der genannten Spenden im Pfarrhaus Hermannsdorf statt. Dabei konnten sich Frau Kunze und Frau Ackermann selbst ein Bild von den Kindern und Jugendlichen sowie ihrer aktuellen Situation verschaffen. Bereits der Empfang war sehr herzlich und nach Verkündigung unseres Spendenergebnisses sowie der Übergabe der Sporttaschen und Trinkflaschen waren alle Kinder sichtlich gerührt und bedankten sich mehrfach sehr freundlich. Auch die Bücher kamen sehr gut an, da sich unter den verschiedenen Geschichten auch typisch ukrainische Volksmärchen befanden, welche vor allem für die Jugendlichen ein Stück Heimat ins Erzgebirge brachten. Ein ausführliches Gespräch mit Frau Borisuk zeigte, wie sehr ihr außergewöhnliches Engagement auch nach der Flucht weiterlebt. Neben der Betreuung und dem Managen des Alltags für die Gemeinschaft, organisiert sie außerdem gemeinsam mit ihrer Familie und Freiwilligen Hilfstransporte nach Odessa, welche von ihrem Mann entgegengenommen und an dort verbliebene Kinder sowie deren Familien verteilt werden. In ihren Ausführungen war immer wieder deutlich zu merken, wie schwer der Heimatverlust sowohl sie als auch die gesamte Gemeinschaft belastet und wie stark vor allem ihr Willen ist, irgendwann nach Odessa zurückzukehren und dort ihre Arbeit in den eigenen Kinder- und Jugendhäusern fortzusetzen.

Im Gespräch mit Frau Borisuk wurde außerdem klar, dass sowohl für den aktuellen Alltag als auch die zukünftige Arbeit des Vereins eine gewisse technische Ausstattung unerlässlich ist. Derzeit haben die Kinder und Jugendlichen am Vormittag Fernunterricht bei ihren ukrainischen Lehrern und am frühen Nachmittag werden sie bei der Evangelischen Schulgemeinschaft in Annaberg-Buchholz beschult. Doch ohne Druckmöglichkeiten und mit wenigen mobilen Geräten haben die Kinder im Alltag nicht die gleichen Chancen wie ihre zukünftigen deutschen Mitschüler. Deshalb entstand schnell die Idee, von unseren restlichen Spendengeldern eine bestmögliche technische Ausstattung der Gemeinschaft zu erreichen. Hierfür wurden in Zusammenarbeit mit der Firma KWS sowohl Laptops als auch ein Drucker organisiert, welche Frau Kunze und Frau Ackermann der Gemeinschaft am 23.05.2022 voller Stolz überreichen konnten. Die Freude über die Technik war und ist sehr groß, weil alle Kinder sowie Erwachsenen einen Nutzen davon haben und die Geräte sowohl für die Schule als auch die Freizeit gut nutzen können.

Unsere Spendenaktion war mehr als erfolgreich, hat den Geflüchteten der Gemeinschaft „Lebendige Hoffnung“ sehr geholfen und erfüllt uns mit Stolz sowie Zuversicht für die aktuelle Lage. Wir möchten uns deshalb ganz herzlich bei allen Spendern bedanken, da Sie alle zu dieser großartigen Hilfsaktion beigetragen haben! Vielen lieben Dank dafür!

Das Team der Evangelischen Grundschule St. Katharina

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